Haltung und Fütterung
 
   
 
der Stall mit über 300 Fressplätzen

Auf dem Betrieb leben derzeit 2 Zuchtstiere,  ca. 75 Mutterkühe, Nachzucht und Masttiere verschiedenen Alters, insgesamt 300 Tiere. Fast alle Tiere tragen Hörner. Sie gehören zu den Rassen Limousin und Wagyu.

Haltung und Fütterung:

Die Kühe leben zusammen mit ihren Kälbern von April bis November auf hügeligen Weiden zwischen Englmannsberg und Langenwiesen (Landkreis Pfaffenhofen), die an 3 Seiten von Wäldern umsäumt und sehr malerisch gelegen sind. Die Böden dort sind so schwer und wasserhaltend, so dass auch in trockeneren Sommern genügend Wasser für gutes Klee- und Graswachstum vorhanden ist. Die Zuchtstiere sind bei den Herden und decken die Kühe.
Im Oktober/November werden die Tiere von der Weide in Anhängern zum Rinderhof gefahren. Ab 2014 beweiden wir auch eine Fläche unmittelbar neben dem Stall am Rinderhof. Die Tiere leben im Winter in einem großzügigen, 1998 erbauten Außenklimastall mit Stroheinstreu. Von Mitte Oktober bis Mitte Dezember und von Mitte Februar bis Mitte Mai kommen die Kälber zur Welt. Die Milch steht ausschließlich den Kälbern zur Verfügung, gemolken werden die Kühe nicht. Die Kälber werden im Alter von 8 bis 10 Monaten abgesetzt, d.h. von der Mutter getrennt. Die Ausmast der Färsen und Ochsen findet im offenen Stall mit Auslauf statt.

Im Winter werden Luzernegras-Silage, Grünroggen- Silage und Wiesen-Heu gefüttert. Die Masttiere bekommen in der Endmast zusätzlich Silomais. Sogenanntes Kraftfutter - Getreide oder Leguminosen - bekommen Kühe nur dann, wenn wir sie anlocken wollen. Kälber erhalten Getreideschrot zur freien Aufnahme, Masttiere erhalten Getreide- und Erbsenabfälle aus unserer Saatgutaufbereitung. Davon stehen aber nur geringe Mengen zur Verfügung, höchstenfalls bekommen sie 1kg "Kraftfutter" pro Tag. eine wiederkäuergerechte Fütterung ist immer sichergestellt. Je nach Anfall verfüttern wir "Abfall"-Kartoffeln - Kartoffeln, die irgendwelche Fehler haben und damit für eine Abpackung in Kleingebinde von unseren Käufern nicht akzeptiert werden. Lediglich Öko-zertifiziertes Mineralfutter, Salz und Wasser kommt von außerhalb des Hofes.

Wir achten sehr darauf, die Tiere artgerecht zu halten und zu ernähren:

Der Rinderbestand wurde so eingependelt, dass alle Tiere im Winter gut im Stall Platz haben und wir immer ein Freßplatz-Tier-Verhältnis von 1,1 haben, das nötige Winterfutter auf den Wiesen und den Ackerfutterflächen gewonnen werden kann und der organische Dünger optimal für den Bodenaufbau genutzt wird ("standortangepasste Rinderhaltung"). .

Vermarktung:

Derzeit werden alle männlichen Tiere - mit Ausnahme von einigen, die Zuchteigenschaften erwarten lassen - kastriert, da Ochsen eine bessere Fleischqualität entwickeln und auch einfacher zu halten und füttern sind. Die weit überwiegende Zahl unserer schlachtreifen Tiere erhalten die Herrmannsdorfer Landwerkstätten, mit denen wir eine intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit pflegen.

Nach mehr als einem Jahrzehnt mit nicht kostendeckenden Preisen liegen die Preise für Limousin-Rinder - wie von uns jahrelang gefordert - seit 2012 deutlich über 4 € pro kg Schlachtgewicht. Dennoch braucht es Zuversicht in eine weiterhin positive Marktentwicklung und eine "Liebe" zur Tierhaltung, um die hohe und ständige Arbeitsbelastung, die unvermeidlichen Streßsituationen und negativen Erlebnisse - wie den Tod von Kälbern - auszuhalten.