Ganzpflanzensilagen zur Rinderfütterung

In der nicht-ökologischen Landwirtschaft werden Mastrinder mit Mais, wobei die ganze Pflanze geerntet und mit einer milchsaueren Vergärung konserviert wird, gefüttert. Auch im ökologischen Landbau ist der Anbau von Mais durchaus möglich und kann auch gute Erträge bringen, wenn die Stickstoffversorgung und die Unkrautregulierung gesichert sind.

Am Rinderhof liegt der Betriebsschwerpunkt auf dem Anbau von Kartoffeln, die einen ähnlichen Wachstumsrhythmus wie Mais und damit eine ähnliche Unkrautflora haben und zu guten Erträgen auch eine gute N-Versorgung brauchen. Damit konkurriert Mais direkt mit den Kartoffeln. Deshalb wird Mais nur in geringem Umfang angebaut. Das Acker-Winterfutter für die Rinder wird überwiegend durch Kleegras und durch Zwischfrucht-Getreide-Ganzpflanzensilagen erzeugt. Zusätzlich gibt es Heu vom Dauergrünland.
   

Winterroggen: wird im August oder September gesät, geerntet wird beim Grannenspitzen des Winterroggens in der ersten Maihälfte (sog. Grünroggen). Danach kann ein Futtergemenge oder Mais angebaut werden. Der Mais für die Ernte 2016 wird wohl am 18. Mai gesät.

   

 

Mais: Wird im Mai nach Grünroggen angebaut. Damit soll die Basis von energiereichem Futter für die Ausmast der Rinder verbessert werden.

2016 werden die Sorten ronaldinho, Grosso und Osterbi (Saatgut aus ökologischer Erzeugung) nach der Ernte des Grünroggen, Mistdüngung und Pflug angebaut.

Es ist geplant, nach Wintergerste und Frühkartoffeln die Sorte Yukon anzusäen.

 

   

Zwischenfruchtgemenge: Wird im Juli und Anfang August - je nach Jahr - nach Wintergerste und Frühkartoffeln angebaut. Im Jahr 2013 und 2014 lag der Schwerpunkt - je nach Acker - auf der Erzeugung von Futter bzw. Bekämpfung von freilebenden Nematoden (Pratylenchus sp.) und zystenbildenden Nematoden (Globodera rostochensis). Deshalb wurde verstärkt Sandhafer (Avena strigosa) angebaut. Mischungspartner waren (je nach Standort) Leguminosen (Sommwicke oder Futtererbsen), Malve, Ramtill und andere. Versuchsweise wurde 2014 die Leguminose "Indischer Hanf" (Crotolaria juncea), die schnellwüchsig und als Futter geeignet sein soll, angebaut. Die Erfahrungen waren sehr ernüchternd. 2015 wurde auf die Erzeugung von Futter für die Rinder - es bestand aufgrund der Trockenheit Futtermangel - gesetzt, 2016 haben wir größere Kleegrasflächen, so dass wir Zwischenfrüchte mit dem Schwerpunkt des Bodenaufbaus anbauen werden.